Workshop zum Thema "Was macht erfolgreiche Schulen aus? Bilanz und Reformbedarfe"

gute Stimmung bei den Koreferenten Axel Witt (m.) und Uwe Wegener (r.)
gemütlicher Erfahrungsaustausch bei Brot und Wein
gemütlicher Erfahrungsaustausch bei Brot und Wein

„Was macht erfolgreiche Schulen aus?“ Dieser Frage gingen die Teilnehmer von „Partners in Leadership“ am 20. Mai 2014 beim ersten gemeinsamen Workshop nach. Und wo lässt sich dieses Thema besser diskutieren als in der Schule selbst? Deshalb fand die Veranstaltung dieses Mal in der Schillerschule Hannover statt.

Eine Pauschallösung gab es auf die Frage zwar nicht an dem Abend, drei Vorträge aus verschiedenen Perspektiven und eine angeregte Diskussion zeigten jedoch die Aspekte und gute Beispiele erfolgreicher Schule auf. Dabei spiele die Schulleitung eine wichtige Rolle, um Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Schule zu setzen und die nötigen Veränderungsprozesse voranzutreiben. Die Umsetzung funktioniere jedoch nur im Team, wenn alle Lehrkräfte mitgenommen werden.
Das zeigt auch der Beitrag von Uwe Wegener, Schulleiter der Hauptschule Mitte – bald Schule am Wasserturm. Doch die Umwandlung in eine Oberschule ist nicht die einzige Veränderung, die ansteht. Das Konzept der Schule wird komplett umgestellt mit veränderten und offeneren Formen des Unterrichts. Damit sollen die Schüler optimal gefördert und die Schule noch erfolgreicher werden. Denn der Unterricht, so Wulf Homeier - Präsident des Niedersächsischen Landesinstituts für Schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) - habe laut den Ergebnissen der Schulinspektionen die meisten Defizite aufgezeigt.

Die Veränderungsfähigkeit von Schulen sieht der Unternehmer Axel Witt, ehemaliger Personalleiter der VHV und langjährig engagiert in der Bildungsarbeit, als eine der großen Stärken von Schulen an. Dies sei auch notwendig, um sich den verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Vorgaben der Politik stellen zu können. Anspruch einer (schulischen) Führungskraft - so Herr Witt - sollte es stets sein, den eigenen Bereich zu gestalten und den vorhandenen Handlungsspielraum zu nutzen.

Nach gut zwei Stunden wurde der Austausch auf der Terrasse weitergeführt, wo ein Schülercatering der Schillerschule die Teilnehmer stärkte. Die Tandem-Paare nutzten die Gelegenheit, sich untereiender auszutauschen und zu erfahren, welche Themen und Projekte im Mittelpunkt der Treffen stehen. Gegenseitige Besuche der Arbeitsbereiche standen eigentlich bei allen auf dem Programm. Einige Tandem-Paare haben sich auch schon konkrete Projekte überlegt, die sie in den kommenden Monaten gemeinsam angehen möchten. „Es war toll. Mein Tandem-Partner hat sich jeweils einen halben Tag Zeit genommen und wir haben uns intensiv ausgetauscht“, so ein Schulleiter an dem Abend. Ein Unternehmer berichtet: „Wir haben uns fünfmal getroffen und den nächsten Termin gerade fest gemacht“.