Workshop zum Thema "Gesund führen - sich und andere"

Bevor es nun bald für viele in den Sommerurlaub geht, haben sich die Teilnehmer von Partners in Leadership am 16. Juli zum ersten gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit fachlichem Input getroffen.

Mit Brötchen und kühlen Getränken versorgt, berichten die Führungskräfte in den Räumen der hagebau Handelsgesellschaft für Baustoffe mbH & Co. KG in lockerer Runde von ihren ersten Treffen. Alle Tandems haben sich bereits im Unternehmen oder der Schule getroffen und in das Arbeitsumfeld des Partners reingeschnuppert. Auch wurden bereits erste konkrete Themen – wie etwa Bewerbungsgespräche und Bewertungsmöglichkeiten der Mitarbeiter - besprochen und Projekte für die kommenden Monate geplant. Um neben dem Austausch auf Führungsebene auch den Mitarbeitern Einblicke in die Partnerinstitution zu gewähren, sollen Möglichkeiten für eintägige Hospitationen geschaffen werden beichtet der Schulleiter einer Förderschule in Soltau.

Der Impulsvortrag des Abends zum Thema „Gesund führen – sich und andere“ kommt von Wiebke Krohn, Arbeitgeberberaterin für Personal-und Organisationsentwicklung des AGV Lüneburg-Nordostniedersachsen. Von Beginn an sind die Teilnehmer aktiv eingebunden und teilten ihre Erfahrungen und Fragen in der Runde.

Gesundheitstage, Sportgruppen und ähnliche Angebote könnten wichtige Anstöße zur Aktivierung des Einzelnen sein, die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter würden davon aber nicht beeinflusst, so Wiebke Krohn. Entscheidender sei vielmehr die s.g. Verhältnisprävention wie Arbeitszeitgestaltung oder Informationsmanagement - also Faktoren gesunder Führung. „Der Vorgesetzte ist also eine wichtige Arbeitsbedingung und kann die Gesundheit seiner Mitarbeiter stärken“ erklärt sie weiter.

Mit vielen Beispielen aus der alltäglichen Praxis und konkreten Tipps regte die Referentin die Diskussion an. Immer wieder werden dabei auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Schulen und Unternehmen in den Fokus genommen, etwa bei den Rahmenbedingungen: „Die Führungsspanne ist extrem hoch an Schulen“, stellt eine Führungskraft der Sparkasse fest. „Bei uns führt eine Führungskraft 15-20 Personen, an einer Schule bis zu 150!“. „Persönliche Gespräche mit jeder Lehrkraft ist da kaum zu schaffen neben all den anderen Aufgaben“ bestätigt eine Lehrerin. Was unter den Umständen trotzdem möglich ist, zeigen Beispiele aus der Gruppe. „Spannend ist“, resümiert eine Unternehmerin für sich den Abend, „dass neben Unterschieden im Kleinen, in den wesentlichen Punkten Gemeinsamkeiten überwiegen.“